MAG-Schweißen von hochlegiertem Stahl in der chemische Industrie
Schweißen von Rohren aus Edelstahl in der Lebensmittelindustrie

Neue Anforderungen an die Eigenschaften von Werkstoffen hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit, Attraktivität und schweisstechnischer Verarbeitbarkeit sind die Triebfeder für Weiterentwicklungen. Vor allem die Entwicklung von Duplex- und Super-Duplex-Stählen spielt hier eine grosse Rolle.

Da solche neu entwickelten Werkstoffe meist auch schweisstechnisch weiterverarbeitet werden, ergeben sich für die Hersteller von Stromquellen und Zusatzwerkstoffen, aber natürlich auch für die Entwickler von Schweissschutzgasen regelmässig neue Herausforderungen.

Bearbeitung von Rohren aus Edelstahl

Hochlegierter Stahl und Nickelbasiswerkstoffe kommen aufgrund ihrer Korrosionsfestigkeit und ihrer guten Verarbeitungseigenschaften zunehmend in den verschiedensten Bereichen der industriellen und handwerklichen Fertigung zum Einsatz.

Der Einsatz von Schutzgasen kann durch die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Schutzgase die Qualität und Wirtschaftlichkeit entscheidend beeinflussen. Die Schutzgase haben einen positiven Einfluss auf das Schmelzbad. Je nach Zielsetzung und Werkstoff steht ein breites Sortiment an Schweissschutzgasen zur Auswahl. Hier können Sie die unterschiedlichen Gase zum MAG-Schweissen hochlegierter Werkstoffe kaufen.

So funktioniert das MAG Schweissverfahren

MAG Schweißverfahren

Beim MAG-Schweissen von hochlegierten Stählen – Schweissverfahren 135 (DIN EN ISO 4063) – wird der abschmelzende Schweisszusatz, in der Regel der Schweissdraht, von einer Drahtförderung mechanisiert zugeführt und schmilzt im Lichtbogen ab.

Das geschmolzene Metall wird durch Abkühlung fest und stellt eine zuverlässige Verbindung der zu verschweissenden Bauteile dar.
Durch die Zuführung von Prozessgasen wird die Schweissstelle vor der umgebenden Atmosphäre geschützt.

MAG-Schweißen von Edelstahl

Beim Lichtbogenschweissen von hochlegiertem Stahl werden Argon, Helium sowie deren Gemische unter Verwendung einer additiven aktiven Schutzgas-Komponente wie Kohlendioxid eingesetzt. Im Prozessgas enthaltene Verunreinigungen wie Sauerstoff (O2), Wasserdampf (H2O) sowie Staub, etc. können die Reaktion beeinflussen. Diese Verunreinigungen sind unerwünscht.

Hohe Festigkeit, gute Umformbarkeit sowie eine gute Schweisseignung erweitern den Einsatzbereich beim Schweissen von hochlegiertem Stahl stetig. Das gilt insbesondere für Bauteile, die Kontakt mit aggressiven Medien haben oder ungeschützt der Witterung ausgesetzt sind. 

Einsatz von Schutzgasen zum Lichtbogenschweissen von hochlegierten Stählen (Chrom-Nickel-Stähle und Nickel-Basis-Werkstoffe)

Oxidation einer Schweißnaht

Beim MAG-Schweissen (Schweissverfahren 135) von hochlegiertem Stahl (z.B. Chrom Nickel Stahl) werden Schutzgase auf Basis von Argon und Helium mit geringen Aktivgas-Anteilen wie Kohlendioxid und oder Wasserstoff verwendet. Nichtrostende Stähle werden daher hauptsächlich mit Gasen aus der Gruppe M1 der seit dem 1.1.2009 geltenden Norm DIN ISO 14175 SG geschweisst. 

Beim Lichtbogenschweissen dieser Werkstoffe ist der Aktivgas-Anteil wesentlich geringer als beim MAG-Schweissen von unlegierten Stählen. Dies hat Einfluss auf das Schweissbad und das Benetzungsverhalten. Allerdings ist die höhere Oxidationsempfindlichkeit hochlegierter Stähle zu berücksichtigen.
 

ARCAL Chrome, ARCAL 121: Interessante Schutzgase zum MAG-Schweissen von hochlegierten Stählen

Beim MAG-Schweissen von hochlegierten Werkstoffen ist vor allem der Einfluss der Oxidation zu berücksichtigen. So sorgt das Oxidationsvermögen für Verfärbungen an der Schweissnahtoberfläche.

Verfärbungen sind thermische Oxide und entstehen bei gleichzeitiger Einwirkung von Wärme und Sauerstoff. In der Folge bedeutet das grundsätzlich einen verminderten Korrosionswiderstand. Da das Oxidationsvermögen von Sauerstoff deutlich grösser ist als das von Kohlendioxid, werden hier vor allem Argongemische mit Kohlendioxid verwendet. 

Die drei unterschiedlichen von Carbagas angebotenen Prozessgase weisen dabei individuelle Stärken auf. Dadurch kann der Aufwand beim Beizen minimiert werden. 

ARCAL Chrome sorgt beispielsweise für eine hohe Lichtbogenstabilität. Mit ARCAL 121 können. Sie einen heisseren Lichtbogen durch den Heliumzusatz erreichen. Dadurch ist es möglich, eine höhere Abschmelzleistung zu erzielen und einen tieferen Einbrand zu generieren.

Übersicht: Geeignete Gase zum MAG-Schweissen von hochlegierten Werkstoffen

Auszug Schutzgase

Welche Gase zum MAG-Schweissen für Ihre Ziele und Werkstoffe besonders geeignet sind, sehen Sie in der Übersicht.

Lichtbogenschweißen mit EXELTOP

ARCAL Schutzgase zum Schweissen von hochlegierten Werkstoffen helfen, die Qualität und Produktivität der Schweissverbindung massgeblich zu beeinflussen. 

ARCAL Chrome, das qualitativ hochwertige Schutzgas zum Schweissen von hochlegierten Stählen, ist auch in EXELTOP™ und ALTOP™ Flaschen-Systemen verfügbar.

Fazit

Beim MAG-Schweissen von hochlegiertem Stahl sind die Besonderheiten des jeweiligen Stahls und die geforderten Eigenschaften des Schweissgutes bei der Festlegung der geeigneten Schweisstechnologie und der Wahl der Draht-Schutzgas-Kombination genauestens zu beachten. Nur so können eine einwandfreie Schweissqualität garantiert und die Vorteile des MAG-Verfahrens optimal ausgenutzt werden. Der Einfluss der Schutzgase auf das Schweissbad kann hierbei positiv genutzt werden. 

Geschulte Mitarbeiter sind die Voraussetzung für sicheres Arbeiten mit Gasen beim MAG-Schweissen von hochlegierten Stählen. Nutzen Sie unser Know-how und profitieren Sie von der Erfahrung der Carbagas-Experten mit technischen Gasen. 

Beim MAG-Schweissen von hochlegiertem Stahl spielt auch die Auswahl und der richtige Einsatz des entsprechenden Equipments eine entscheide Rolle. Nutzen sie unser Produktangebot oder unsere Empfehlungen zur richtigen Auswahl und dem richtigen Einsatz von Druckminderern.

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