Die Trockeneisreinigung als Strahlverfahren nutzt Druckluft als Trägermedium und Trockeneis als Strahlmittel. Die Trockeneispartikel werden, in Form von Pellets oder kleinen vom Block abgeschabten Kristallen, in einer speziellen Trockeneisstrahlanlage mit Hilfe der Druckluft beschleunigt und auf die zu reinigende Oberfläche gestrahlt.
Das Reinigungsverfahren gliedert sich in 3 Phasen. Zu Beginn ist das verschmutzte Bauteil mit einer anhaftenden Schmutzschicht bedeckt. Die Trockeneispartikel werden in speziellen Strahlanlagen mit Druckluft auf Schallgeschwindigkeit beschleunigt und auf das Bauteil gestrahlt.
1. Der thermische Effekt: Punktuelle Unterkühlung
Die auf das Bauteil treffenden Trockeneispartikel führen zu einer schlagartigen punktuellen Unterkühlung der Schmutzschicht, die versprödet und dadurch ihre Elastizität verliert. Unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten von Schmutzschicht und Bauteil verursachen zwischen beiden Schichten thermische Spannungen. Dies verursacht letztlich eine Mikrorissbildung in der Schmutzschicht.
2. Der kinetische Effekt: Absprengen des Belags
Die kinetische Energie (Bewegungsenergie) der nachfolgend auftreffenden Trockeneispartikel führt zu einer Deformation (Verformung) und Zerkleinerung der Partikel. Diese zerkleinerten Partikel dringen tief in die Mikrorisse ein. Dort wird das weitere Unterwandern der Schmutzschicht durch die beginnende Sublimation (Stoffübergang fest-gasförmig) der Trockeneispartikel ermöglicht.
3. Der Phasenumwandlungseffekt: Druckwelle
Der vollständige Stoffübergang der festen Trockeneispartikel in gasförmiges Kohlendioxid verursacht eine schlagartige Volumenvergrösserung um den Faktor 500. Explosionsartig wird die Schmutzschicht vom Bauteil abgesprengt.
Bedeutende Einflussfaktoren der Trockeneisreinigung sind insbesondere folgende Parameter:
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