Als Alternative zu nasschemischen Prozessen kann unser patentiertes ALNAT BLACK-Verfahren in Lizenz eingesetzt werden. Das Verfahren erzeugt eine gut haftende und korrosionsbeständige Schutzschicht durch eine kontrollierte Oxidation während der Wärmebehandlung. Es schont nicht nur die Umwelt, sondern bringt dem Anwender auch wirtschaftliche Vorteile: Die Investitions- und Betriebskosten für die Einführung sind gering und amortisieren sich in weniger als einem Jahr.
Bei der Wärmebehandlung von Eisenlegierungen gibt es spezielle Anwendungsfälle, in denen es nützlich und sinnvoll ist, eine oxidische Deckschicht auf der Oberfläche der Metallteile zu erzeugen. Die gewünschte chemische Zusammensetzung und die Dicke dieser aufgewachsenen oxidischen Deckschichten stellen ganz besondere Anforderungen an die Gasatmosphäre im Behandlungsraum des Ofens und die Prozessführung. Durch diese gezielt hergestellten Oxidschichten können dekorative Oberflächen erzeugt werden, die gleichzeitig beispielsweise als Korrosionsschutz oder Isolationsschicht dienen. Daher folgen in diesen Fällen nach der Wärmebehandlung Beschichtungsprozesse, die eine optisch ansprechende Funktionsschicht auf den Oberflächen erzeugen. Das Aufbringen von Schichten auf der Werkstoffoberfläche wird z. B. durch Brünieren, Phosphatieren oder Lackieren erzielt. Diese zusätzlichen Beschichtungsverfahren verursachen einen erheblichen Verfahrensaufwand und weitere Kosten.
Alle diese nasschemischen Prozesse arbeiten mit Säuren, Laugen, hochkonzentrierten Salzlösungen und Waschwässern, die erhebliche Mengen an Sonderabfällen und Emissionen verursachen. Bei unserem ALNAT BLACK-Verfahren erfolgt eine in den Härteprozess integrierte kontrollierte Oxidation der Oberfläche. Dabei bildet sich eine dünne, gut haftende Eisenoxidschicht mit blauschwarzer Farbe. In kurzer Zeit stellt sich eine oxidierende Ofengasatmosphäre ein, und es bildet sich spontan eine dekorative, geschlossene Eisenoxidschicht auf der Werkstoffoberfläche. Damit ist es möglich, in vielen Fällen auf nachträgliche Beschichtungen zu verzichten. Die Umrüstung der bestehenden Anlage erfolgt so, dass die bisher verwendete elektrische Steuereinheit und die Gasdosierung weiter nutzbar sind.
Markus Grimm
Carbagas AG
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