Wärmebehandlung ist ein Prozess, bei dem ein Metallprodukt eine oder mehrere thermische Zyklen durchläuft (Erwärmen, Halten, Kühlen). Das Ziel ist es, seine mechanischen Eigenschaften so zu verändern, dass es den gewünschten Anforderungen entspricht.
Glühen
Die mit dem Glühverfahren verbundene Prozesstemperatur, der Werkstoff und die Anforderungen an die Oberfläche nach der Wärmebehandlung bestimmen die Wahl der Prozessgase.
Härten
Härten dient der Erzeugung des Härtegefüges (Martensit) durch gezieltes Abschrecken von der Härtetemperatur.
Tieftemperaturbehandlung
Tieftemperaturbehandlungen nach dem Härten stellen ein zuverlässiges und umweltfreundliches Verfahren zur Beseitigung von Restaustenit und zur Steigerung der Härte dar.
Thermochemische Verfahren
Zur Erzeugung von Funktionsschichten auf thermochemischem Weg werden z. B. Stickstoff und/oder Kohlenstoff in den Randbereich des Werkstoffes eingelagert.
Sintern
Sintern bietet die Möglichkeit, nahezu beliebige Materialien und deren Eigenschaften miteinander zu Verbundwerkstoffen zu kombinieren.
Lötprozesse
Bei Lötprozessen kann die Oberflächenaktivierung durch die Wirkung aktiver Schutzgaskomponenten ohne Einsatz von Flussmitteln realisiert werden.
Schwärzen
Um nachfolgende Beschichtungsvorgänge einzusparen, wird während des Härteprozesses durch eine kontrollierte Oxidation eine dekorative und korrosionsbeständige Deckschicht erzeugt.
Markus Grimm
Carbagas AG
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