Das Plasmaschweissen ist eine Weiterentwicklung des WIG-Schweissens und findet immer häufiger Anwendung in der automatisierten Fertigung von hochwertigen Werkstoffen.

Wie beim WIG-Schweissen brennt beim Plasmaschweissen der Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück. Dieses Verfahren erzeugt eine höhere Stromdichte als die des WIG-Verfahrens, jedoch eine niedrigere als die eines Laserstrahls.
Eine wassergekühlte Düse schnürt den Lichtbogen auf einen Durchmesser von 2-3 mm ein und erhöht damit die Leistungsdichte. Ein zusätzlicher Schutzgasmantel umgibt den Plasmalichtbogen und schützt das Schmelzbad vor atmosphärischen Einflüssen. Beim Plasmaschweissen wird immer ein Plasmagas und ein Schutzgas benötigt.
Generell kann beim Plasmaschweissen zwischen dem Mikroplasmaschweissen, das zum Schweissen von sehr dünnen Blechdicken eingesetzt wird, und dem Plasma-Stichloch-Schweissen unterschieden werden. Beim Plasma-Stichloch-Schweissen können Blechdicken bis 8 mm ohne Schweissnahtvorbereitung geschweisst werden.
Als Plasmagas kommt meistens Argon 48, teilweise auch Arcal 31 zum Einsatz. Beim Plasma-Schweissen von unlegierten Stählen wird als Schutzgas meistens auch Argon 48 oder Arcal 1 eingesetzt.
Für Aluminium, Aluminiumlegierungen, Kupfer und Titan kommt als Schutzgas Arcal 32 oder Arcal 35 mit Heliumanteilen zum Einsatz. Diese inerten Gase reagieren weder mit dem Werkstoff noch mit der Wolframelektrode. Durch den höheren Heliumanteil wird die Lichtbogenleistung erhöht, was insbesondere bei den hochwärmeleitfähigen Werkstoffen vorteilhaft ist.
Bei der Verarbeitung von hochlegierten austenitischen Werkstoffen und Nickelbasiswerkstoffen können Schutzgase mit Wasserstoffzusätzen, wie Arcal 15 oder Arcal 10 eingesetzt werden. Mit Arcal 15 kann bei der Verarbeitung von Edelstählen eine oxidfreie Nahtoberfläche erreicht werden. Dabei wird der Lichtbogen verengt, was sich wiederum positiv auf den Einbrand und die Schweissgeschwindigkeit auswirkt.
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