Formieren  [ zurück  Schweissen  ]

Wurzelschutzgase erhalten bei der schweisstechnischen Verarbeitung von Metallen weitgehend deren Eigenschaften wie Korrosionsbeständigkeit und Festigkeit.

Verfahren

Beim Schweissen von Metallen reagieren die zu bearbeitenden Werkstücke sehr empfindlich auf die in der Luft enthaltenen Gase Sauerstoff und Stickstoff.

Der Wurzelschutz (Formieren) kommt hauptsächlich bei hochlegierten Werkstoffen wie CrNi-Stählen oder Ni-Legierungen zum Einsatz.Dazu umspülen Schutzgase die hoch erhitzten Nahtwurzel- und Nahtrandbereiche und verdrängen so die Luftatmosphäre.

Beim Formieren werden inerte oder wasserstoffhaltige Gase eingesetzt. Die Zugabe von Wasserstoff zum Wurzelschutzgas (Formiergas) bindet den Restsauerstoff und verbessert die Wurzelausbildung.

Als Gase werden zum Formieren vor allem inerte Gase wie Argon und Stickstoff eingesetzt. Auf Grund der reduzierenden Wirkung von Wasserstoff werden den inerten Gasen zusätzlich kleine Mengen Wasserstoff beigemischt. Der Wasserstoffgehalt des Formiergases (5-25 %) wirkt reduzierend und verhindert die Oxidbildung. Wasserstoffanteile über 10 % sind brennbar und müssen abgefackelt werden.

Eingesetzte Gase

Die Wahl des Schutzgases hängt von den zu verarbeitenden Werkstoffen, den Bauteilen, der Art der Gaszuführung und den Schweissbedingungen ab. Formiergase erleichtern eine gute Wurzelbildung und verbessern die Oberflächenqualität der Wurzel. Sie verhindern Zunderbildung bzw. Anlauffarben im Schweissbereich.

Der Einsatz der verschiedenen Formiergase richtet sich nach:

  • den zu verarbeitenden Werkstoffen
  • der Art der Gaszuführung
  • der Grösse der zu verarbeitenden Bauteile
  • dem Wurzelaussehen 

Gase zum Formieren:

  • Formiergas 92/8 
  • Formiergas 75/25 
  • Argon 
  • ARCAL 10 
  • ARCAL 15

Hinweise:

  • Argon und Stickstoff sind ungiftig und unbrennbar. Sie wirken aber durch die Verdrängung des Sauerstoffes erstickungsfördernd. Es ist darauf zu achten, dass Arbeiten mit diesen Gasen nur in gut belüfteten Räumen ausgeführt werden.
  • Wasserstoffhaltige Wurzelschutzgase sind je nach Wasserstoffanteil brennbar. Bei einem Anteil >10 % H2 müssen sie abgefackelt werden - Vorsicht Brandgefahr!
  • Beachten Sie jeweils die Sicherheitshinweise auf den Flaschenetiketten oder den Sicherheitsdatenblätter.

Formieren

Prospekt Formieren

Prospekt

Ihre Kontakte

Kontaktieren Sie uns telefonisch:

Region Bern - 031 978 78 00
Region Basel - 061 386 45 45
Region Zürich - 044 818 87 00
Region Lausanne - 021 621 11 11
Hauptsitz - 031 950 50 50

oder verwenden Sie unser Kontaktformular


Anfrageformular:
hier klicken